Erscheinungsdatum: Oktober 2008, Verlag: Piper, Sprache: Deutsch, Seitenanzahl: 368
Autor
Wolfram Fleischhauer, geboren 1961 in Karlsruhe, studierte Literaturwissenschaften und ist heute Konferenzdolmetscher. Als einer der wenigen deutschen Schriftsteller geniesst er weltweites Ansehen. Ein persönliches Erlebnis hat ihn dazu getrieben, diesen Roman zu verfassen. Er versucht, das Schlüsselerlebnis, bei welchem ein ehemaliger Professor von ihm Thesen veröffentlichte, welche scharf kritisiert wurden, im Buch zu rekonstruieren. Bei den Thesen handelt es sich um antisemitistische Äusserungen. Es ist also eine Art Autobiographie, jedoch als fiktive Geschichte verfasst und somit ist nicht alles wahrheitsgetreu.
Inhalt
Matthias, ein Austauschstudent aus Deutschland, studiert ein Jahr lang Literaturwissenschaften in der renommierten Hillcrest Universität in Kalifornien, USA.
Eigentlich hatte er sich vorgenommen, mehr über die Literatur und vor allem mehr über die nationalsozialistischen Thesen von Jacques de Vander, einem Literaturwissenschaftler, zu erfahren. Stattdessen verliebt er sich in die Studentin Janine und spannt sie ihrem Freund David aus. Dieser ist Vorzeigestudent der INAT, dem Institut für die Theorien von de Vander. Während Matthias mit seiner Situation um die undurchschaubare Janine und dem Drang, das Geheimnis um de Vander zu lösen, ist es ausgerechnet David, sein Rivale, der ihm die Augen über die erschreckende Wahrheit hinter den Thesen von Jacques de Vander öffnet.
Kommentar
Im Grossen und Ganzen hat Wolfram Fleischhauer mit seiner Autobiographie ein gutes und übersichtlich strukturiertes Buch geschrieben. Die Verbindung zwischen der Autobiographie und Fiktion übermittelt ein ganz spezielles Leseerlebnis, denn die vom Autor selbst erlebten Ereignisse sind sehr gut mit der dazu geschriebenen Geschichte verknüpft.
Die gewählte Erzählform in der Ich- Perspektive verstärkt den gesamten Eindruck des Buches. Man hat das Gefühl, als würde man als chatten von Matthias die Geschichte selber miterleben.
Jedoch hat Wolfram Fleischhauer für unseren Geschmack zu viele literarische Begriffe verwendet. Es kommt kein richtiger Lesefluss auf, da man viele Wörter nicht auf Anhieb verstehen kann. Er hat es nach unserer Meinung nicht geschafft, die literaturtheoretischen Abschnitte so zu schildern, damit es auch für Laien verständlich und interessant ist.










