Welten erleben…

Donnerstag, 12 August 2010

Von nun an für immer (Dorothy Koomson)

Filed under: Beziehungen,Familie,Psychologisches — bru @ 9:43

 

Verlag: Ullstein, Erscheinungsdatum: 2006, Seitenzahl: 520, Übersetzt aus dem Englischen

Inhalt:
Kamryn schlüpfte vorsichtig ins Bett um nichts vom Tablett zu stossen, dann trank sie Champagner und riss die Glückwunschkarten auf wie ein kleines Kind. Ohne zu überlegen öffnete sie auch die nächste Karte, die überraschend von ihrer Freundin Adele kam.

Del ist todkrank, sie bittet Kam, sich um Tegan, ihre kleine Tochter zu kümmern und dabei die freundschaftszerreisende Vergangenheit ein Stück weit zu vergessen.

Zuerst von Wut und Trauer geschockt, möchte Kam Tegan keinesfalls adoptieren, doch besucht sie die beiden, erkennt sie die Not und versucht alles zu machen, um Del die letzte Reise zu verschönern.

Als Del kurz darauf und doch irgendwie unerwartet stirbt, packt Kam ihre neue Aufgabe.

Durch die Adoption von Tegan wird sie tagtäglich mit der Vergangenheit, dem Betrug ihrer besten Freundin mit ihrem damals Verlobten Nate, konfrontiert.

Nate beizubringen, dass Tegan seine Tochter sei und selbst mit diesem grossen Brocken fertig zu werden, nimmt Kamryn alle Kraft. Mit Hilfe von Luke kämpft sich Kamryn ins Glück.

Kommentar:

Das Buch war von Anfang an sehr spannend. Die beeindruckende Geschichte, dieser bewegende Schicksalsschlag und dieser steinige Weg, hat uns sehr mitgerissen.

Das Buch hat einige Fragen aufgeworfen, die ganze Geschichte wirkte sehr real. Es ist keine typische schnulzige Liebesgeschichte. 

Aufgefallen ist uns, dass es oftmals grosse Zeitspünge in einem Kapitel gab, von einem Abschnitt zum nächsten sind teilweise Tage bis sogar Monate vergangen. Besonders am Schluss werden ganze 16 Monate übersprungen und doch wird die vergangene Zeit sehr genau und wieder hervorgeholt.

Wir fanden, dass der letzte Teil ziemlich lang gezogen wurde, eine Zeit lang wollte man unbedingt das Ende wissen, vor allem da man nie wusste wie sich Kamryn entscheiden würde, für ihren Ex-Liebhaber Nate oder für die neue Liebe Luke. Manchmal hatte man das Gefühl das Resultat sei sonnenklar, doch es wurde immer wieder anders.

Für das Buch braucht man ein wenig Geduld, denn es hat 520 Seiten.

Datum: 25.6.2009                                                                                                          Vera Kunz, Carmen Bättig



Von ihm für immer (Helga Gunerius Eriksen)

Filed under: Beziehungen,Familie — bru @ 9:33


Verlag: Oetinger, Erscheinungsjahr: 2009, 159 Seiten

Zusammenfassung:
In diesem Buch geht es um Donna, die in ihren Ferien auf Mallorca ungewollt schwanger wird. Ursprünglich plante sie mit ihren Freunden und deren Familie, die Zwillinge Frida und Fred in den Urlaub zu gehen. Mit ihren eigenen Eltern wollte sie nicht verreisen, weil sie mit ihnen fast keinen Kontakt mehr hat und das Verhältnis überhaupt nicht gut war. Ihre Mutter ist in der Psychiatrie und ihr Vater ist Alkoholiker. Daher lebt sie bei ihrer Tante M. Es war nicht ihre richtige Tante, aber jeder nannte sie so. Sie hatten niemand sonst, ausser einander. Donna kam aus Norwegen und war deswegen eher blass. Auch in den Ferien konnte sie sich dieser Hautfarbe nicht entledigen, aber wahrscheinlich war dies auch ein Grund dafür, warum ein Mann sie so attraktiv fand. Sie lernte José kennen und war gleich unsterblich in ihn verliebt. Jede Nacht schlich sie sich fort zu ihm nach Hause, um bei ihm zu sein. Die Nächte waren stets aufregend für sie, aber einmal passierte ein Unfall und das Kondom platzte. Seitdem ist sie von ihm schwanger, ist aber überzeugt, dass er nichts davon wissen darf. Er könnte es nicht finanzieren, denkt sie, er ist doch ein Student in Barcelona. So behält sie das Geheimnis bis ans Ende des Buches, die Wahrheit kam nie ans Licht. Am Schluss jedoch entscheidet sich Donna, ihr Kind zu behalten und nicht zur Adoption freizugeben. Sie gab ihrer Tochter den Namen nach deren Vater, Josephina.

Kommentar:
Wir finden das Buch nicht sonderlich lesenswert. Das Buch ist eintönig und viel zu übersichtlich geschrieben. Der erste Eindruck des Buches war jedoch interessant, hielt aber nur bis zu den ersten zwei Kapiteln an. Weil der Schreibstil stets weitergeführt wurde, wirkt das Buch sehr langweilig und monoton.
Wir haben dieses Buch gewählt, da uns die ersten zwei Seiten sehr fasziniert haben und da das Thema „ungewollt schwanger werden“ immer noch ein aktuelles Thema in unserer Gesellschaft ist und auch bleiben wird.
Larissa Schürch, Vanessa Fessler



Tochter des Meeres (Metin Arditi)

Filed under: Beziehungen,Familie — bru @ 6:46

Arditi_Metin_Tochter_des_Meeres_2009

Verlag: Hoffmann und Campe, Erscheinungsjahr: Februar 2009, Seitenzahl: 256
Übersetzt aus dem Französischen von Claudia Steinitz

Inhalt

Die junge Näherin Pavlina lebt auf der griechischen Insel Spetses, wo sie mit ihrem Cousin Aris ein Touristenboot besitzt und damit ihr Geld verdient. Doch ihr Leben ist nicht so schön und paradiesisch, wie es scheint.
Die Schicksalsschläge nehmen schon früh ihren Lauf. Zuerst stirbt ihr Vater zusammen mit seinem Bruder, was den Anschein hat, ein Unfall zu sein. Die Liebe zu ihrem Cousin Aris wird immer grösser, obwohl sie weiss, dass er homosexuell ist und ihre Liebe nie erwidern würde. Als sie schliesslich ein Kind von ihm erwartet und er sich umbringt, stellt sich heraus, dass es ihr Bruder war. Er bringt sich wegen vieler Probleme im Liebesleben um.
Pavlinas Mutter und der Pfarrer drängen sie, dass sie ihr Kind zur Adoption freigibt. Ohne gross zu überlegen, willigt sie ein, bereut es jedoch gleich nach der Geburt. All das ist noch nicht genug. Als sie dann, im zweiten Teil des Buches, vor ihren Problemen in die Schweiz flüchtet, stirbt ihre Mutter in Spetses. Sie hat alles verloren, doch ihre Tochter will sie wiederfinden. Eine endlose Suche beginnt.

Kommentar

Unserer Meinung nach hat Metin Arditi das Buch sehr spannend und lebensnah geschrieben. Mit Hilfe der vielen Rückblenden, die er eingebaut hat, wird dem Leser die Vorgeschichte von Pavlina nähergebracht und man versteht erst dadurch, wie es zu der aktuellen Situation kommen konnte. Die Sprünge regen zum Mitdenken an und genau dies ist so packend. Wir finden auch, dass die verstrickte Familiengeschichte das Buch eindrücklicher macht. Zuerst hat es den Anschein, dass es sich um eine normale Familie mit Cousin, Onkel und Vater handelt, doch dann erfährt man, dass alles viel komplizierter ist und Pavlina die Schwester und nicht die Cousine von Aris ist. Die Figuren im Buch wissen dies aber nicht, nur der Leser erfährt es durch den auktorialen Erzähler. Die Ereignisse spitzen zu, Pavlina gibt ihr Kind zur Adoption frei und eine fesselnde Suche beginnt. Der Autor schildert diese Suche sehr berührend, man kann sich in Pavlina hineinfühlen und spürt ihre innere Verzweiflung. Ihre Gedanken und Gefühle werden so präzise beschrieben, dass es uns so vorkam, als ob wir selbst auf der Suche nach unserem verlorengegangenen Kind sind.
Der Autor stellt die Lage von Pavlina verstärkt durch einen Ortswechsel dar. Der kulturelle Wechsel von der sonnigen Insel auf Griechenland nach Genf in der Schweiz ist sehr passend zu ihrer Lebenssituation. Ihre sonnige Zeit ist vorbei, jetzt ist alles grau und ihre zwei grössten Lieben, Aris und ihre Tochter, sind weg.
Wir finden auch, dass die Geschichte durch das offene Ende spannender wirkt. Jeder kann sich die Geschichte selber zu Ende denken. Wir können das Buch wirklich weiterempfehlen.

d


Samstag, 16 August 2008

Mobbing (Annette Pehnt)

Filed under: Familie,Gesellschaft — Schlagwörter: , , , , — bru @ 7:21

Mobbing von Annette Pehnt, 2007 erschienen beim Piper-Verlag aus München, erstreckt sich über 160 Seiten und bietet einer breiten Altersgruppe von zirka 16-35 Jahren einen spannenden Roman über – wie der Titel schon sagt – Mobbing. Anette Pehnt (2000, Förderpreis der Kunststiftung Badem-Württemberg) bietet eine eindrückliche Einsicht in das soziale Umfeld einer gemobbten Person.
Die zentrale Rolle innerhalb übernimmt die Frau eines Gemobbten. Eindrücklich schildert die Autorin die Gedanken der Protagonistin und deren Verhalten bezüglich den psychischen Schäden ihres gemobbten Ehemannes Jo. Gekonnte nimmt Annette Pehnt die Thematik eines Stellenverlustes durch gezielte psychische Angriffe auf die Integrität ihres Mannes auf und gibt dem Leser einen Einblick, welcher sehr beeindruckend auf den Leser wirkt. Die Geschichte ist zeitlos und könnte in jeder erdenklichen Epoche und in jedem geographischen Raum spielen, diese Tatsache und der flüssige Schreibstil der Autorin machen das Buch auch schon für junge Menschen sehr interessant und lesenswert. Zudem ist das Buch in kurzen und verständlichen Sätzen geschrieben. Dieser Schreibstil ermöglicht es der Autorin, dem inneren Monolog und dem Konflikt mit sich selber einen realistischen Nachdruck zu verleihen.  Die Frau des Gemobbten gibt dem Leser mit zahlreichen Rückblenden einen Einblick in das familiäre Leben einer durchschnittlichen deutschen Vorstadtfamilie mit 2 Kindern, eigenem Haus und Auto. In den zwei Kapiteln, welche je einen Tag darstellen, ist kaum ein Spannungsaufbau vorhanden. So gibt es während des Buches lediglich einen Wendepunkt.

Empfehlung
Mit der Wahl des Buches haben wir einen Volltreffer gelandet. Wir sind betroffen von den eindrücklich geschilderten Erfahrungen einer gemobbten Person. Die Handlung ist zwar nicht so spannend, da sich die Vorgänge stets wiederholen, aber trotzdem packend. Annette Pehnt hat uns mit ihrem Buch sehr inspiriert und unsere Verhaltensweise beeinflusst bzw. unsere Sicht auf das heikle Thema Mobbing verändert. Wir konnten uns mit der Person identifizieren und mitfühlen, wie schwierig die Situation für sie ist und wie sehr sie darunter leidet. Manchmal ist jedoch unklar, in welcher Zeit die Frau des Gemobbten sich befindet, da es sehr viele Rückblenden hat und sich die Erzählzeit nur über zwei Tage erstreckt. Im Grossen und Ganzen sind wir mit dem Buch sehr zufrieden und würden es anderen auch empfehlen es zu lesen.
Wir haben gelernt, dass Mobbing einen extremen Einfluss auf die betroffenen Individuen und deren soziales Umfeld hat .
Fabian Gloor, Dejan Mijailovic  5F/Mai 2007

Audio-Auszug: Mobbing



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