Welten erleben…

Donnerstag, 12 August 2010

Darum (Daniel Glattauer)

Filed under: Krimi,Psychologisches — bru @ 9:26


Verlag:Goldmann, Erscheinungsdatum: März 2009, Seitenanzahl:316, Sprache: Deutsch

Inhaltsangabe

Der ehemalige Verlagslektor Jan Haigerer, der als Journalist und Gerichtsreporter arbeitet, schiesst eines Abends einen ihm unbekannten Mann in einem Nachtclub nieder. Kurz darauf stellt er sich der Polizei. Bei der Polizei wird er aufgrund seines beharrlichen Geständnisses inhaftiert und in die Isolationshaft gebracht. Bei den Prozessen vor Gericht will ihm jedoch keiner glauben, da seine Pressekollegen hinter ihm stehen und nicht einmal die Polizei ihm glaubt, da er kein erkennbares Motiv hat und über sein Motiv nichts aussagen will. In den langen Prozessen wird sein Leben immer wieder durchforscht, um das Motiv für den Mord zu finden.

Rezension

Die ganze Geschichte ist in einem gut lesbaren Stil geschrieben und es fehlt nicht an Sprachwitz, Vergleichen oder Metaphern. Die Handlung hat uns gut gefallen, da der Autor die schwierige Aufgabe, einen spannenden Krimi zu schreiben, in dem der Täter von Anfang an bekannt ist, hervorragend gemeistert hat. Am Ende wird es bei der Suche nach dem Motiv sehr spannend.
Sehr gut fanden wir, dass man über das Leben der Hauptperson erst während dem Prozess mehr erfährt und sich dadurch mit Geschehnissen in seinem Leben selbst ein mögliches Motiv zusammenreimen kann. Das regt zum Lesen an, da man gespannt darauf ist, welches das richtige Motiv ist, da immer mehr Informationen, aber auch Fehlinformationen aufkommen.
Der Anfang ist ziemlich kurz gehalten und beschränkt sich auf die wichtigsten Ereignisse, wie zum Beispiel den Mord. Der Mittelteil hingegen ist eher langatmig geschrieben und spiegelt die Haftbedingungen wider, die im Buch auch mit der „Schachnovelle“ von Stefan Zweig verglichen werden.
Sehr passend finden wir den Titel, der genau die Frage beantwortet, die den Leser die ganze Geschichte über beschäftigt. Der Titel ist eine Anspielung auf das Verhalten von Haigerer: Während des ganzen Prozesses beantwortet Haigerer die Frage nach dem Motiv immer wieder mit: „Darum“.
Der Korkenzieher auf dem Titelbild passt sehr gut zur Geschichte, da sich die Verhörmethoden wie ein Korkenzieher in sein Leben bohren. Ausserdem trinkt die Hauptfigur sehr oft und am liebsten einen österreichischen Wein, namens „blauer Zweigelt“.
In der Geschichte hängt also sehr vieles zusammen, was zusätzlich noch Spannung übermittelt. Man wird richtig zum Denken angeregt und kann fast nicht mehr aufhören zu lesen.



Kalte Asche (Simon Beckett)

Filed under: Krimi — bru @ 6:56

Beckett_Simon_Kalte_Asche

Verlag: Rowohlt Verlag GmbH

Autor: Simon Beckett

Erscheinungsdatum: August 2008, Seitenzahl: 430 Seiten

Übersetzung aus dem Englischen von Andree Hesse  

Kurzzusammenfassung des Inhaltes:

Die Erzählung handelt davon, dass der forensische Anthropologe David Hunter auf die Insel Runa geschickt wird. David Hunter.ist die Hauptfigur in diesem Buch. Er hat eine Freundin namens Jenny. Weil sie sich selten sehen, ist Jenny meistens gekränkt. David Hunter arbeitet viel und ermittelt zurzeit einen Mordfall, welcher sich auf der Insel Runa abspielte. Dort wurde eine verbrannte Leiche gefunden. Auf der Insel angekommen, wird er gerade von Sergeant Fraser, dem beauftragten Polizisten und  dem ehemaligen Polizisten Andrew Brody in Empfang genommen, welcher auch die Leiche entdeckt hat.

Damit der Tatort nicht mehr berührt wird, bleibt Constable Duncan McKinney, ein junger Polizist, als Wache zurück. Bei dem Versuch, ein Spezialistenteam nach Runa zu holen, müssen Hunter, Fraser und Brody feststellen, dass alle Leitungen zum Festland unterbrochen worden sind. Der Grund dafür ist ein Unwetter über Runa. Während immer weitere merkwürdige Zwischenfälle geschehen, gelang es David Hunter die Tote anhand der Zähne und der Dateien der vermissten Personen zu identifizieren. Als der Fall dann endlich aufgeklärt scheint, nimmt alles eine überraschende Wendung, und es geschieht etwas, womit man durch das ganze Buch nicht gerechnet hat.

Eigene Meinung zu diesem Thriller:

Unser Eindruck von diesem Buch ist weder besonders gut noch besonders schlecht.

Es gibt Stellen im Buch, besonders der Anfang, an dem viel zu genau erklärt wird, was den nun geschieht. Auch wurde von Personen und Handlungen gesprochen, die im weiteren Verlauf der Geschichte keine Rolle mehr spielen.

Positiv finden wir jedoch die Spannung, welche durch das ganz Buch aufgebaut wird und gegen den Schluss abfällt, und als man denkt, es sein endlich fertig, gibt es wieder ein Steigen dieser Spannung, bis das Buch dann ganz fertig ist. Selbst am Schluss des Buches bleibt man in der Ungewissheit stehen, was den nun geschehen mag.


Powered by WordPress