Welten erleben…

Donnerstag, 12 August 2010

Pharmakos (Andreas Laudan)

Filed under: Gesellschaft,Psychologisches,Zukunft — bru @ 10:04

 

Verlag:   dtb, Erscheinungsdatum:  1. Mai 2009, Seiten:    256,  Originalsprache;         

Inhalt

Im Echtzeit-Thriller Pharmakos geht es um einen jungen Mann, der im Jahr 2019 lebt. Deutschland steht kurz vor dem Zusammenbruch. Es sind über 10 Millionen Menschen arbeitslos und viele sind völlig verarmt. Volker Kühn hat seinen Job bei einer Computerfirma als Kundenberater verloren, da er ein starker Raucher ist und somit durch Selbstverschulden einen Kehlkopfkrebs bekommen hat. Jetzt ist er zum Sozialfall geworden und muss in ein Ghetto ziehen. Nach einer Behandlung in einem staatlichen Spital erwacht er und neben ihm liegt der ehemalige Arzt Andresen. Dieser sagt Volker Kühn, dass er von einer Geheimorganisation mit einem Gift namens Axxidizyn vergiftet sei, um so die Kosten für den Staat zu senken. Ausserdem erfährt Volker, dass er in etwa 12 Stunden sterben wird. Andresen sagt ebenfalls, dass es in Hamburg eventuell ein Gegengift gibt.  Nun beginnt eine spannende Flucht vor einer mysteriösen Organisation und vor der Polizei quer durch Deutschland, und das gegen die Zeit.

Kommentar

Wir denken, dass das Buch Pharmakos ziemlich gut ist – insbesondere, weil es sich um das erste Buch von Andreas Laudan handelt. Unserer Meinung nach ist der Titel sehr gut gewählt, da er sehr kurz und prägnant ist. Die Bedeutung des Titels wird im Laufe der Geschichte spannend erklärt. Die Art, wie es geschrieben ist, erzeugt eine grosse Spannung, da die Gefühle der Hauptperson sehr ausführlich beschrieben sind. Man kann sich gut in Volker Kühns Lage versetzen. Weil Andreas Laudan viele Passagen zeitdeckend geschrieben hat, ist die Geschichte gut nachvollziehbar. Aber es gibt auch einige Rückblenden, damit die Geschichte nicht eintönig wir und dem Leser auch wichtige Zusammenhänge klar werden.

Das ganze Buch ist sehr einfach geschrieben. Es sind meistens nur kurze Sätze. Unserer Meinung nach sind Teile der Geschichte ziemlich unrealistisch, zum Beispiel verschwindet der Kehlkopfkrebs von Volker Kühn plötzlich von selbst. Andreas Laudan stellt die Geschichte wie eine Fantasiewelt dar. Bei einigen Ereignissen ist die Wahrscheinlichkeit eines Sechsers im Lotto sogar höher. Der Erzähler ist durchgehend ein personaler Er-Erzähler. Wir finden, dass nicht gut, weil es dadurch ziemlich eintönig wirkt. Es wäre besser, wenn Andreas Laudan zwischendurch in neutraler oder auktorialer Erzählform geschrieben hätte. Wir denken, dass der Autor seine Vorgabe einen Echtzeit-Thriller zu schreiben mehrheitlich erfüllt hat. Wir würden das Buch allen empfehlen, die gerne Actionfilme sehen, weil das Buch von uns aus gesehen wie ein Actionfilm aufgebaut ist. Pharmakos ist für ungeübte Leser gut geeignet. Die Geschichte ist nichts für Leute, die anspruchsvolle Literatur mögen, das hat uns etwas enttäuscht.

22.06.09                      Artes Alicioglu, Thomas Stadelmann,



Powered by WordPress